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Adam ( & Eva ) 2005the whisper of beauty la vie en bleu Lanzarote The Blacksmith of Joy Nagelprobe Lob der Wirklichkeit Gedächtnisstütze Kosovo Besuch in Assisi und La Verna Carpe diem Der Spiegel Das Netz Der Prozess Das Floß Beim Anblick eines eitlen Künstlers Oh tempora oh mores |
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Adam ( & Eva ) 2005wie wird von ihm das Dasein angenommen ?
hing dort nicht gerade noch der Apfel an dem Baume
das Stück davon ist ihm, so weit so gut, bekommen
obwohl : es steht damit im Raume
die allergrösste aller Fragen
warum manch´ Bäume Früchte tragen
von einer solchen unerhörten Qualität ?
was weiss der Wind, wohin er weht ?
unwissend war er, sollt´ er etwas wissen
so sicherlich: von diesem Apfel hat er abgebissen
hat er´s nicht einfach machen müssen
es war ihm nicht bekannt, was später in den Büchern stand ?
denn damals unterm Baum die Frucht in seiner Hand
was wusste er denn schon, er war doch schließlich nackt ?
und leer im Kopf, naiv bis hin zu jenem Bissen
ganz ohne Schuld ?
was ihn seitdem im Inner´n auf- und entstört, nennt sich selbst Gewissen
vom Plumpsklosett bis hin zur Zauberei
dem Adam ist es einerlei
kriegt er nur raus, dass wirklich ist
was er in seinen Sternen liest
wie ginge es ihm ohne Schwierigkeiten
ist´s klug zu fliegen, oder auszureiten ?
durch Evas Schoß hineingepresst ins volle Leben ?
hätte es nicht diese Frucht gegeben
wär´ Wirklichkeit dann anders als sie ist ?
ein jeder friedlich, alles walle walle ?
auch nicht ein kleinstes bischen Ungeduld ?
natürlich sind ihm seither alle
auch merkwürdigste Phantasien und Ideen
natürlich ist es ihm, was je gescheh`n
jedoch er hadert mit der ihm gesetzten Frist
es fahren Datenmassen Karussell auf seiner Platte
er legt sie ziemlich hoch die Latte
geschieht durch ihn allein, was ihn erneuert ?
ob mit Sophie ins Nest, ins Bett mit Circe
gelenkt durch Rauch aus Orientaler Wuerze
er ist von einer unerkannten Kraft gesteuert
und fiel´ ihm etwas bess´res ein, als sich dem ich zu überlassen
koennt´ er dann leichter jenes Unfassbare fassen
das ihn erschuf und in ihm wirkt und ihn verwirrt
so, dass er immer wieder den Verstand verliert
die Ewigkeit verkürzt auf eig´ne Lebenszeit
Idolen, Moden und Modellen untertan
so fängt sein Leben immerzu von vorne an
zu all und jedem stets mit voller Kraft bereit ?
bereit zu je geübtem Denkverschnitt
trägt ihn das, was er Schicksal nennt, auf seine Reise mit
mit ausgetauschtem Herzen über Knieen aus Titan
die Leber fremd, im Hirn so manchen Wahn
der seinen Geist, seitdem er denkt, bedrängt
verzweifelt wirklichkeitsbesessen
mit Blick auf jeder Weisheit letzten Schluss
ja woran soll er sich sonst messen
da er doch bei sich selber bleiben muss
dem Apfelbiss verdankt er Absolutes
nichts dran ist schlechtes, nichts dran gutes
denn längst ist er dabei, die Sache zu verdauen
nicht mehr nach unten sondern hoch zu schauen
innezuhalten, um sich aufzurichten
ein leichtes Spiel, was ihm bisher unmöglich schien ?
da geht die Reise wirklich hin
seit jenem Biss im Paradies
jetzt muss er endlich lernen zu verzichten

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